Wir wollen dass sie leben Sendung vom 6.April 2007 im Bayerischen Fernsehen
Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit - voller Vorfreude und Hoffnungen. Viele Untersuchungen begleiten Mutter und Kind. Doch schnell kann das keimende Glück genau daran zerbrechen: "Das Kind ist behindert. Trisomie 18, nicht lebensfähig!", lautet der Befund, der für die meisten Kinder zum Todesurteil noch vor dem eigentlichen Leben wird. Doch einige wenige Eltern entscheiden auch zugunsten ihrer ungeborenen Kinder: "Wir wollen, dass sie leben!"
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Mein kleines Kind, Katja Baumgarten
"Der autobiographische Dokumentarfilm
handelt vom Dasein, von Geburt und Abschied meines Sohnes Martin Tim, von persönlichen
Fragen und Entwicklungen nach der Konfrontation mit der bestürzenden Diagnose -
vor allem von der plötzlichen Forderung an mich, über die Dauer des Lebens und
die Bedingungen des Todes eines meiner vier Kinder entscheiden zu müssen."
"(...) Katja Baumgarten entschließt sich, das Kind zur Welt zu bringen. Zu Hause, unterstützt
von befreundeten Ärzten. Als es so weit ist, weiß sie, dass sie alles richtig
gemacht hat, dass sie auf diese Weise von ihrem Baby wirklich Abschied nehmen
kann, wenn es denn so kommt. Das letzte, körnig-rote Bild des Films zeigt das
Kleine auf ihrem Bauch - ein Bild großen Friedens. "Mein kleines
Kind" ist kein Film, der Eltern in einer vergleichbaren Situation unter
Druck setzt, indem er Verhaltensaufforderungen liefert. Vielmehr zeigt er eine Möglichkeit
auf, die es eben auch gibt - selbst wenn das Gros der Mediziner (und der
restlichen Öffentlichkeit) davon nichts wissen will. Er macht nachdenklich,
aber eine Entscheidung nimmt er nicht ab."
HOLGER TRUE im Hamburger Abendblatt am 10.April 2003 - Eine Möglichkeit, Abschied zu nehmen
(VHS-Video, Katja Baumgarten, viktoria11.de Dokomentarfilmwerkstatt Hannover, 2001,
ISBN 3-00-007961-0,
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In guter Hoffnung? Über die Angst vor einem behinderten Kind.
Vier Frauen erzählen von ihren eigenen Erfahrungen.
Videofilm von Maria Petersen. 1998. VHS, 54 Minuten.
Das hätten wir nie gedacht.
Drei Frauen erzählen über ihr Leben mit ihrem geistig behinderten Kind:
Birgits Sohn Jelte ist 8 Jahre alt und mehrfach schwerbehindert. Arne, der Sohn
von Anke, ist 18 und hat ein Down Syndrom, im Volksmund heißt es mongoloid.
Angelikas Sohn Farid ist geistig behindert. Die Frauen sprechen über ihre
Erfahrungen mit Ärzten und der Umwelt, von Aussonderung und Integration, von
Krisenbewältigung und Veränderungen der eigenen Lebenssituation. Parallel dazu
zeigt der Film Ausschnitte aus dem Alltag der Kinder in Schule, Therapie und
Wohngruppe. Dabei ergänzen und kontrastieren Arne und Farid die Erzählungen
ihrer Mütter mit selbstbewußten eigenen Aussagen.
Maria Petersen, 1999, 77 Min.
Beide Filme können über Eltern beraten Eltern e.V. bestellt werden
Gritznerstaße 18-20
12163 Berlin
Telefon / Fax: 030 / 821 67 11
www.eltern-beraten-eltern.de
mail@eltern-beraten-eltern.de
Weitere Filme evtl. über Katholische Öffentliche Büchereien,
Arbeitsstellen für Religionspädagogik, Universitätsbibliotheken und ähnliche
Stellen, z.B.:
Für diesen einen Tag.
Entscheidung für ein behindertes Kind. Vier Ehepaare erzählen.
Die Dokumentation zeigt vier Ehepaare, die sich entschieden haben, ein entweder
schwer behindertes oder nicht lebensfähiges Kind auszutragen. Die Paare erzählen
von dem schwierigen Prozess, der sie zu dieser Entscheidung geführt hat, und
erklären, wie diese Entscheidung ihr Leben verändert hat. Ein eindrücklicher
Film, der die Probleme und Konflikte nicht "schönfärbt", sondern
deutlich benennt und deshalb ehrlich und überzeugend wirkt.
Angelika Schmidt-Biesalski, 1996, 30 Minuten
Kein Kind wie jedes andere
Der Dokumentarfilm beschreibt das Leben mit
schwerstbehinderten Kindern in einer kirchlichen Einrichtung der Diakonie. Im
Mittelpunkt stehen die Betreuerinnen und Betreuer sowie die Eltern mit ihren
oftmals ambivalenten Gefühlen. Ein Elternpaar hat sein Kind mit einem
schlechten Gewissen in ein Heim gegeben, nachdem es merkte, daß die anderen
Geschwister sonst völlig vernachlässigt worden wären.
Die Eltern und das Personal im Film erleben, daß sich die Kinder trotz
intensiver Zuwendung überwiegend quälen. Es handelt sich um Kinder mit
schweren zerebralen Störungen. Viele von ihnen leiden unter dauernden
Schmerzen, Krämpfen und Erstickungsanfällen bis hin zu lebensbedrohlichen
Krisen. Manche dieser Kinder wären noch vor einigen Jahren, als die Medizin
weniger lebenserhaltende Möglichkeiten hatte, gestorben. Im Hintergrund steht
also auch die Frage, wie sinnvoll es ist, das Leben eines Neugeborenen um jeden
Preis zu erhalten. Der Film läßt diese Frage offen.
Angelika Schmidt-Biesalski, 1993, 29 Min
Auslese zum Wunschkind
Die Dokumentation macht kritisch auf den Einsatz vorgeburtlicher
Untersuchungsmethoden und die veränderte Einstellung von Frauen und Männern
zur Schwangerschaft aufmerksam. Selbstaussagen betroffener Frauen machen die
medizinischen Möglichkeiten und Grenzen deutlich und zeigen den
gesellschaftlichen Druck auf schwangere Frauen, sich den Untersuchungen zu
unterziehen und sich im Ernstfall gegen ein behindertes Kind zu entscheiden.
Zwischen den Fallbeispielen nehmen Wissenschaftler und Gynäkologen zu ethischen
Fragen des Themas Stellung. In der Grundaussage ist der Film eine klare Warnung
vor den Risiken und den ethisch bedenklichen Folgen.
Sylvia Matthies, 1998, 30 Min